Damals - hört sich das nicht schrecklich an? Und doch: WIR waren eine andere Generation, man braucht nur nachzurechnen.
Was war uns wichtig? Wie es der Name DBV sagt. Ganz eindeutig der Vogelschutz.
Was ganz speziell? Natürlich die Greifvögel, die nach 45 Jahren zurückgekehrt waren.
Und sonst? Nicht allein der Greifenklau hielt uns in Atem. Es war die schleichende Vergiftung durch chemische Produkte, der gedankenlose Umgang mit den Ressourcen und der rücksichtslosen Belastung von Luft und Boden. Jetzt ist man vorsichtiger geworden.
Hat es sich gelohnt? Für die Wanderfalken ganz bestimmt. Ihre Population ist stabil - die Art gerettet. Ganz sicher hat aber auch das veränderte Bewusstsein in der Gesellschaft zu unserer Gesundheit und der unserer Kinder beigetragen.
Was liegt uns heute am Herzen? Dass es weiter geht, dass sich die junge und mittlere Generation für Natur und Gesellschaft einsetzt. Dann war unsere Arbeit nicht umsonst.
Die Natur ist ein Abenteuer - und liegt direkt vor unserer Haustür!
Abenteuerlich war auch unser erstes Projekte-Programm der Jahre 1979/80.
Aber erfreulich nachhaltig!
Inzwischen haben wir das dritte "Zehnjährige" gefeiert. Aber auch 20 Jahre sind schon ein Zeitrum, bei dem es sich lohnt, innezuhalten und einen Rückblick zu wagen. Wolf Seidel hat dies in akribischer Genauigkeit getan. Man kann seine chronologische Zusammenstellung hier nachlesen.
"Wanderfalken vor dem Aussterben" - das rüttelte die Vogelschützer auf, in Baden-Württember organisiert durch die AGW. Hier in unserer Gruppe waren das die Protagonisten Heinz und Ursel Scheidel, Rolf Maurer, Günter Hertel und Andreas Quell. Ihnen zur Seite standen eifrige Helfer, die teilweise von weit her anreisten und anstatt sich im Urlaub auszuruhen, hier zwei Wochen lang Wache schoben.